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🐾 Warum ist ein Microchip / Transponder wichtig?


1. Es erhöht die Chance, nach dem Entlaufen wieder nach Hause zu kommen

Wenn ein Tier entläuft, wegläuft, gestohlen wird oder einen Unfall hat, kann es eindeutig identifiziert werden.

Mit Chip:

  • Tierheime können den Besitzer sofort kontaktieren
  • Tierärzte können die ID auslesen
  • Finder können es schnell zurückgeben

Ohne Chip bleiben viele Tiere dauerhaft verschollen oder landen im Tierheim.
Mit Chip kann ein Tier schnell identifiziert und seinem Besitzer zurückgebracht werden.


2. Es schützt das Tier vor unnötigem Stress und Leid

Ein Tier ohne Chip kann:

  • im Tierheim landen
  • mehrfachen Untersuchungen unterzogen werden
  • falsch eingeschätzt werden (z. B. „streunend“ oder „wild“)
  • länger allein draußen überleben müssen

Ein Chip verkürzt diese Leidenszeit deutlich.


3. Es kann das Tier im Ernstfall medizinisch retten

Viele Chips sind mit Gesundheitsinfos verknüpft, etwa:

  • Allergien
  • chronische Krankheiten
  • notwendige Medikamente

Wenn das Tier verletzt gefunden wird, kann ein Tierarzt über die Chipnummer sofort wichtige Infos abrufen.


4. Der Chip ist ein eindeutiger Eigentumsnachweis

Gerade bei beliebten Rassen, Diebstählen oder Streunertieren ist es wichtig, beweisen zu können, dass das Tier wirklich einem gehört.

Der Chip:

  • ist fälschungssicher
  • eindeutig zuordbar
  • für Behörden anerkannt

Das schützt vor Streitigkeiten und vor „falschen Besitzansprüchen“. Identität und Halter sind eindeutig nachweisbar.


5. Es tut kaum weh und ist auf Lebenszeit

Der Chip:

  • ist so klein wie ein Reiskorn
  • wird wie eine Impfung unter die Haut gesetzt
  • verursacht nur einen kurzen Pieks
  • hält 20+ Jahre
  • ist für das Tier nicht spürbar



6. Pflicht in vielen Ländern – und sinnvoll bei Reisen

Für Reisen innerhalb der EU ist ein Chip gesetzliche Voraussetzung (EU-Heimtierausweis).
Ohne Chip:

  • keine Grenzübertritte
  • keine gültigen Impfungen (z. B. Tollwut)

Für reisefreudige Besitzer ist Chippen ein Muss.



🐾 Wie funktioniert das Chippen technisch?


Das „Chippen“ eines Tieres bedeutet, dass ein winziger Mikrochip unter die Haut implantiert wird. Dieser Chip dient als dauerhafte, eindeutige Identifikationsnummer – ähnlich wie ein Personalausweis für Tiere.
Hier ist der technische Ablauf:


🔹 1. Aufbau des Mikrochips

Ein Tierchip ist ein RFID-Transponder (Radio Frequency Identification).
Er besteht aus:

  • Mikrochip mit 15‑stelliger ID-Nummer (ISO-Norm 11784/11785)
  • Kupfer- oder Aluminiumspule (für Energieaufnahme)
  • Glaskapsel aus biokompatiblem Material (zerstörungs- und korrosionsfest)
  • Antimigrationsbeschichtung (damit er nicht im Körper wandert)

Der Chip ist etwa so groß wie ein Reiskorn: ca. 7 mm x 2 mm.


🔹 2. Wie wird der Chip implantiert?

  1. Chip liegt in einer sterilen Einwegspritze oder Implantierkanüle bereit.
  2. Der Tierarzt hebt die Haut im Bereich des linken Hals-/Schulterblatts leicht an.
  3. Die Nadel wird eingeführt – ähnlich wie bei einer Impfung.
  4. Der Chip wird unter die Haut (subkutan) gesetzt.
  5. Die Stelle wird kurz abgedrückt, um Blutungen zu vermeiden.
  6. Direkt danach wird der Chip mit einem Lesegerät ausgelesen, um sicherzustellen, dass er funktioniert.

Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden.


🔹 3. Wie funktioniert der Chip im Alltag?

Der Transponder hat keine eigene Energiequelle.
Er wird nur „aktiv“, wenn ein Lesegerät ihn funkt:

  1. Das Lesegerät sendet ein elektromagnetisches Feld (125 kHz oder 134,2 kHz).
  2. Die Spule im Chip wird dadurch kurz mit Energie versorgt.
  3. Der Chip „erwacht“ und sendet seine einzigartige ID-Nummer zurück.
  4. Das Gerät zeigt diese ID an.

Der Chip sendet NICHT selbstständig, ist nicht trackbar und enthält keine GPS-Funktion.


🔹 4. Wie erfolgt die Registrierung?

Der Mikrochip selbst speichert nur die ID-Nummer.

Damit das Tier im Ernstfall zurückfinden kann, muss der Besitzer diese Nummer in einer Tierdatenbank / Haustierregister wie:

  • TASSO
  • Findefix (Deutscher Tierschutzbund)

registrieren und dort seine Kontaktdaten hinterlegen.


🔹 5. Wie lange hält ein Chip?

  • Er ist für 20+ Jahre ausgelegt – also das gesamte Tierleben.
  • Durch die Glaskapsel ist er bruchfest und gut vom Körpergewebe isoliert.
  • Er verursacht nach dem Einsetzen normalerweise keine Schmerzen oder Reaktionen.



🐾 Risiken beim Chippen (Tier-Mikrochip)

✅ 1. Kurze Schmerzen oder kleine Blutung

Der Einstich ist vergleichbar mit einer Impfung.
Das Tier spürt einen kurzen Pieks.
Selten blutet die Stelle minimal – das ist normal.



⚠️ 2. Leichte Schwellung oder Reizung

In den ersten 1–3 Tagen kann es zu kommen:

  • kleiner Schwellung
  • leichter Rötung
  • empfindlicher Hautstelle

Das verschwindet normalerweise von selbst.



⚠️ 3. Infektionen (selten)

Wie bei jeder Injektion kann sich die Einstichstelle entzünden.
Das Risiko ist 
sehr gering, da Tierärzte sterile Einwegkanülen nutzen.

Symptome wären:

  • anhaltende Rötung
  • Wärme
  • Schwellung
  • Eiter

Behandlung: Antibiotika – kommt aber nur sehr selten vor.



⚠️ 4. Wandern des Chips (moderates Risiko, aber ungefährlich)

Gelegentlich kann der Chip sich von der ursprünglichen Stelle leicht verschieben – meist ein paar Zentimeter unter die Haut.

Das ist nicht gefährlich und beeinflusst:

  • weder die Gesundheit
  • noch die Funktion
  • noch das Ablesen

Viele modernen Chips besitzen eine Antimigrationsbeschichtung, die das Wandern stark reduziert.



⚠️ 5. Allergische Reaktionen (extrem selten)

Vereinzelt reagieren Tiere auf das Glasmaterial oder die Beschichtung.
Das ist sehr selten und meist mild.



⚠️ 6. Chipdefekt (selten)

In seltenen Fällen funktioniert der Mikrochip später nicht mehr.
Das Tier müsste dann neu gechippt werden.

Deswegen wird direkt nach dem Einsetzen die Nummer mit dem Lesegerät kontrolliert.



🧡 Wie häufig sind Komplikationen wirklich?

Studien zeigen:
Komplikationen treten in weniger als 0,1–0,01 % der Fälle auf.

Die meisten davon sind:

  • kleine Schwellungen
  • kurze lokale Reizungen

Schwere Komplikationen sind extrem selten.




🐾 Wie funktioniert die Registrierung eines Mikrochips?

Beim Chippen erhältst du:

  • die 15‑stellige Mikrochipnummer
  • oft einen Aufkleber mit der Nummer für den Impfpass
  • manchmal ein Formular für die Registrierung

Diese Nummer ist der „Personalausweis“ des Tieres.


Wichtig: Der Tierarzt registriert nicht automatisch – das musst du selbst tun!

Online bei einer Tierdatenbank registrieren

In Deutschland gibt es zwei große, kostenlose und seriöse Haustierregister:

⭐ TASSO

https://www.tasso.net

⭐ FINDEFIX (Deutscher Tierschutzbund)

https://www.findefix.com

Du kannst dort online, per App oder per Formular registrieren.


Welche Daten werden benötigt?

  • Mikrochipnummer
  • Name des Tieres
  • Tierart/Rasse
  • Geburtsdatum (wenn bekannt)
  • Deine Kontaktdaten (Adresse, E‑Mail, Telefonnummer)
  • Optional: Zweitkontakt (z. B. Partner, Nachbar)

Der Mikrochip enthält selbst keine personenbezogenen Daten – die Registrierung verknüpft erst die Chipnummer mit dir als Besitzer.


Bestätigung erhalten

Nach der Registrierung bekommst du:

  • eine Bestätigungs-E-Mail
  • eine TASSO-/FINDEFIX-Marke fürs Halsband

Damit ist dein Tier offiziell im Suchsystem.


Wie wird der Chip im Ernstfall genutzt?

Wenn dein Tier gefunden wird:

  1. Tierarzt, Tierheim, Polizei oder Tierschutz liest die Chipnummer aus.
  2. Diese Stelle ruft die Datenbank an → z. B. TASSO-Hotline (24/7).
  3. Die Datenbank ruft dich an (sie gibt die Daten nicht einfach weiter).
  4. Du bekommst dein Tier zurück.

Das funktioniert weltweit, weil die Chipnummer normiert ist (ISO 11784/11785).


Was passiert, wenn sich deine Daten ändern?

Du kannst jederzeit selbst aktualisieren:

  • Adresse
  • Telefonnummer
  • E-Mail
  • Notfallkontakt

Das ist entscheidend – ein Chip hilft nur, wenn die Kontaktdaten stimmen.





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